Die Geschichte der FeG Oberhausen-Sterkrade

Man schreibt das Jahr 1919. Der 1. Weltkrieg war noch nicht ganz vorüber, es herrschte lediglich Waffenstillstand. Im Verlauf des Jahres wurden Friedensverträge entworfen, die dann wenig später in Kraft traten. In dieser spannungsgeladenen Zeit finden 12 Menschen in dem kleinen Örtchen Sterkrade zueinander und beschließen die Gründung einer Gemeinde (02.03.1919). Sie eint der gemeinsame Glaube an Jesus Christus. Wie kam es dazu?

Paul Imhoff (1953)

Um diese Frage zu beantworten, kommt man an einen Namen nicht vorbei: Paul Imhoff. Er war von 1908 an Evangelist im Evangelisationswerk des Bundes Freier evangelischen Gemeinden. Mit einer Büchertasche ging er von Haus zu Haus. Wo es möglich war, hielt er Hausversammlungen ab, hauptsächlich in Hessen, bis er schließlich 1913 zum Niederrhein kam. Einige Verantwortliche der Gemeinde in Meiderich baten ihn, nach Sterkrade zu fahren, um zu erkunden, ob es dort Menschen gibt, die sich nach Gemeinschaft sehnen. Vom Morgen bis zum Abend verteilte er die Traktate „Bote des Friedens“, aber nirgends stieß er auf Interesse. Ziemlich mutlos geworden, ging er abends noch in ein letztes Haus, wo er Ernst Friedrich Matiba antraf. Der teilte ihm mit, dass er schon länger nach Gemeinschaft suche. Schnell merkten sie, dass Gott sie zusammengeführt hat. Nun konnte der Grundstein zu einer biblischen Gemeinde gelegt werden.

Gemeindeausflug (ca. 1956)

Ernst Friedrich Matiba öffnete sein Haus für die „Sache des Herrn“. Es wurden dort Hausversammlungen abgehalten und unermüdlich wurde eingeladen, wenn auch zunächst nur mit kleinem Erfolg. Mit großer Treue und Ausdauer verkündigte Paul Imhoff der kleinen Schar das Evangelium. Ganz langsam wurden es mehr. Das gab Mut, dieser Versammlung den Status einer Gemeinde zu verleihen, die dann zwei Jahre später in den Bund Freier evangelischen Gemeinde aufgenommen wurde.

 

Bald schon erwiesen sich die Räumlichkeiten bei Matibas als zu klein. Man erwarb ein Grundstück an der Wolfstraße, wo die Gemeinde nach nun fast 100 Jahren immer noch ihren Standort hat. Aber das Geld für einen Gemeindehausbau fehlte. So zog Paul Imhoff durch viele Bundesgemeinden, predigte dort und bat um freiwillige Spenden für den Bau eines Gemeindehauses in Sterkrade. Zusammen mit Geldern aus der Bundessparkasse konnte dann 1928 gebaut werden.

 

Es folgten segensreiche Jahre, die Gemeinde wuchs. Dann gab es wieder Krieg, viele wurden evakuiert, auch Paul Imhoff. Aus dem Gemeindesaal wurde ein Kindergarten. Nach dem Krieg kehrten viele zurück und die Gemeindearbeit konnte weitergehen. 34 Jahre diente Paul Imhoff der Gemeinde, bis er 1953 im Alter von 76 Jahren starb.

Gemeindeumbau 1974

1962 ergab sich die Gelegenheit zum Bau eines bereits geplanten Hauses mit Prediger- und Hausmeisterwohnung und zwar direkt hinter dem Gemeindehaus (siehe Foto oben). In den Folgejahren gab es den Erfordernissen entsprechend bauliche Veränderungen und Erweiterungen, so dass bis heute gute Voraussetzungen für Gemeinde- und Gruppenarbeit vorhanden sind.

 

Seit Jahren bestand bereits eine kooperative Zusammenarbeit mit der über 100 Jahre alten FeG Duisburg-Obermarxloh in der Lindgensstraße. Im Jahr 2014 schlossen sich beide Gemeinden in der FeG Oberhausen zusammen. Der Haus in Duisburg-Röttgersbach ist nun geistliche Heimat für eine wachsende vietnamesische Gemeinde. Diverse Veranstaltungen - wie z.B. der Frauenkreis oder die Kinderwerkstatt- finden weiterhin regelmäßig am Röttgersbach statt. So kann das umgesetzt werden, was in der Gemeindeordnung festgeschrieben ist: „Die Gemeinde hat den Auftrag, Gott anzubeten, Gemeinschaft der Glaubenden zu pflegen, das Wort Gottes zu verkündigen und dem Nächsten in missionarisch – diakonischer Verantwortung zu dienen.“

 

 

Biblisch...

Lobet ihn, Sonne und Mond,
lobet ihn, alle leuchtenden Sterne
Psalm 148,3

Gottesdienst....

Sonntags 10:00 Uhr - parallel dazu Kindergottesdienst
Gemeindezentrum Wolfstr. 31a
46149 Oberhausen

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